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allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Z-9.1-649

Schwalbenschwanz-Verbindung in Bauteilen

Schwalbenschwanz-Verbindungen für tragende Konstruktionen gewinnen im Holzbau immer mehr an Bedeutung. Auch ohne die Verwendung von zusätzlichen mechanischen Verbindungsmitteln sind heute leistungsstarke zimmermannsmäßige Verbindungen möglich.

Mit CNC-gesteuerten Abbundanlagen können Schwalbenschwanzzapfen am Hirnholzende eines Nebenträgers zum Anschluss an eine entsprechende Vertiefung in der Seitenholzfläche des Hauptträgers hergestellt werden.

Wie erfolgt der Nachweis

Eine Schwalbenschwanz-Verbindung kann auf herkömmliche Weise über den Nachweis der Pressung des Schwalbenschwanz-Zapfens in der Tasche des Hauptträgers erfolgen. Der Bemessung und der Nachweis erfolgen hier nach DIN EN 1995-1-1:2010-12 und DIN EN 1995-1-1/NA:2013-08.

Aufgrund der besonderen Geometrie des Schwalbenschwanz-Zapfens kann für diesen Nachweis in der Regel nur eine sehr kleine Auflagerfläche angenommen werden. Folglich bleibt die Schwalbenschwanz-Verbindung immer hinter ihren Möglichkeiten zurück. Um dies zu kompensieren, werden oftmals zusätzliche Verbindungsmittel (z.B. Vollgewindeschrauben) eingebracht. Die Schwalbenschwanz-Verbindung ist mit diesem zusätzlichen Aufwand nur noch bedingt wirtschaftlich herstellbar.

Um die Möglichkeiten zur Übertragung der Lasten ohne zusätzliche Maßnahmen voll auszunutzen, gibt es die Möglichkeit des Nachweises über eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ).

Die abZ wurde vom Verband HIGH·TECH·ABBUND im Zimmererhandwerk e.V. beantragt. Mittels umfassender Prüfungen wurde hier die tatsächliche Tragfähigkeit von Schwalbenschwanz-Verbindungen ermittelt.

Die abZ beinhaltet die Vorgaben zur Herstellung sowie zur Bemessung der Verbindung und regelt somit die Verwendbarkeit im Sinne der Landesbauordnungen.

Wer darf Schwalbenschwanz-Verbindungen herstellen

Jedes Holzbau-Unternehmen in Deutschland ist prinzipiell berechtigt, Schwalbenschwanz-Verbindungen für tragende Anwendungen auf Grundlage der abZ herzustellen.

Die Zulassung fordert jedoch auch, dass in jedem Herstellwerk die werkseigene Produktionskontrolle für diese Verbindung durch eine Fremdüberwachung regelmäßig zu überprüfen ist. Das heißt für Ihren Betrieb: Sie sind aus baurechtlicher Sicht dazu verpflichtet, die Herstellung der Schwalbenschwanz-Verbindung von einer bauaufsichtlich anerkannten Überwachungsstelle fremdüberwachen und zertifizieren zu lassen.

Zertifizierung der Herstellung

Wir können Sie zukünftig bei der Erfüllung der baurechtlichen Anforderungen unterstützen. Bei Fragen oder für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an uns.